Willkommen auf der Internetpräsenz des Natur-Netz Niedersachsen!

Verein
Natur-Netz Niedersachsen

Geschäftsstelle bei der
Bingo-Umweltstiftung
Neues Haus 4
30175 Hannover

Julia von Richthofen
Mo und Mi 9-12 Uhr
Telefon: 0511/897 697-21
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Bingo-Umweltstiftung Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Hier erhalten Sie Einblick in unsere Zusammenarbeit, unsere Zielsetzungen und Struktur. Ebenso finden Sie hier konkrete Informationen zu aktuellen Diskussionsbeiträgen und bevorstehenden Terminen und haben die Möglichkeit, die Mitgliedsstiftungen unseres Netzwerkes im Einzelnen kennenzulernen.

 

Falls Sie sich für eine Mitgliedschaft interessieren, so stehen hier alle notwendigen Informationen bereit, um einen Antrag zur Mitgliedschaft zu stellen.

Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung, 16.11.2020

Kinder und Jugendliche im Einsatz für die Natur

 

In diesem Jahr hat in der Woche vom 01.11. bis 08.11.2020 die alljährliche Naturschutzwoche für Kinder und Jugendliche stattgefunden. Aufgrund der Corona-Pandemie und damit einhergehenden Beschränkungen konnten leider nicht alle Projekte wie geplant umgesetzt werden. Dennoch haben einige Schulen, Vereine, Kirchengemeinden und weitere ehrenamtlich Tätige gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen gepflanzt, gebaut und geforscht. Da die Projekte überwiegend im Freien stattgefunden haben, konnten die aktuell geltenden Abstands- und Hygieneregeln gut eingehalten werden. Mit dabei waren 54 Siebtklässler der Oberschule Ostercappeln, die auf dem Gelände des Golfclubs Varus in Venne Bäume, Büsche sowie Blumenzwiebeln pflanzten, einen Totholzstreifen anlegten und Nistkästen bauten. So tauschte in der ersten Novemberwoche täglich eine Klasse ihr Klassenzimmer gegen praktische Arbeiten an der frischen Luft auf dem Golfplatz, wobei das Wetter es offensichtlich besonders gut mit ihnen meinte. Alle Beteiligten waren sich einig, dass die Naturschutzwoche gerne wiederholt werden kann. Zwei weitere Aktionen, die in der Naturschutzwoche durchgeführt werden konnten, waren ein Pflegeeinsatz auf der Streuobstwiese und der Bau eines Insektenhotels, die von dem Waldpädagogikzentrum Weser-Ems initiiert wurden. Auf einer Streuobstwiese der Revierförsterei Upjever, Forstamt Neuenburg, wurden mit der fünften Klasse des Mariengymnasiums zwei Apfelsorten gepflanzt und bereits bestehende Obstbäume von umliegenden Gehölzen freigeschnitten. Das anfallende Schnittgut wurde als Totholzhecke am Rand der Wiese geschichtet. Aus einigen langen Reisern von Kopfweiden wurden Julen als Greifvogelsitzgelegenheiten gefertigt und aufgestellt. Abgerundet wurde der Einsatz durch eine Reflexionsrunde am Ende der Aktion, um zu verstehen, aus welchen Gründen diese Arbeiten durchgeführt wurden und welche Bedeutung die Streuobstwiese für den Naturhaushalt hat. Mit der fünften Klasse der IGS Friesland Süd wurde dann noch ein Insektenhotel für den Schulgarten gebaut. Begleitet wurde die Aktion von einer Einführung über die Lebensweise von Insekten, insbesondere von Bienen und ihren Bedürfnissen einer geeigneten Behausung. Für die Naturschutzwoche haben sich in diesem Jahr über 40 Vereine, Schulen und weitere Akteure angemeldet, um mit Kindern und Jugendlichen einen Beitrag für den Umwelt- und Naturschutz zu leisten. Da viele Projekte nicht wie geplant stattfinden konnten, werden diese in den nächsten Wochen und Monaten nachgeholt. Dies ist auch gar kein Problem, denn die Natur braucht uns das ganze Jahr über und Projekte können auch unabhängig von der Naturschutzwoche gestartet werden. Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung unterstützt gerne kleine Projekte, die der Umweltbildung dienen und einen praktischen Einsatz in der Natur ermöglichen. Wenn auch Sie gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen einen praktischen Einsatz in der Natur oder ein Umweltbildungsprojekt verwirklichen möchten, dann finden Sie in unserem Förderbereich Umwelt- und Naturschutz weitere Anregungen. Auf der Seite „Wie stelle ich einen Antrag“ finden Sie alle wichtigen Informationen zur Antragstellung und den Fördermöglichkeiten unserer Stiftung. Wir freuen uns auf Ihre Projektidee!

Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung, 02.11.2020

NNN-Stiftungen agieren gemeinsam im Rahmen eines bundesweiten Verbundprojektes

 

Projekt BioGraf

Gemeinsam mit drei Projektpartnern aus Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern unter Federführung der Heinz-Sielmann Stiftung hat die Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim ein Projekt zur Stärkung des Biotopverbunds in Deutschland initiiert. Aufgrund der engen Zusammenarbeit von Heinz-Sielmann Stiftung und Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim im Natur-Netz Niedersachsen e.V. entstand bereits 2016 die Idee, Sielmanns Biotopverbünde am Bodensee als Vorbild auch auf andere Regionen in Deutschland zu übertragen. Schließlich wurden entsprechende Förderanträge beim Bundesamt für Naturschutz (BfN) sowie den jeweils zuständigen Landesförderstellen auf den Weg gebracht. Nun liegt der Förderbescheid des Projektträgers „Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.“ (DLR) im Rahmen des Bundesprogramms „Biologische Vielfalt“ vor.

Gefördert wird das Verbundprojekt mit dem Titel „Landschaft + Menschen verbinden – Kommunen für den bundesweiten Biotopverbund“ mit insgesamt 3,2 Mio. Euro. Es ist auf 4 Jahre (01.08.2020 – 31.07.2024) angelegt. Für die Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim bedeutet dies eine Förderung in Höhe von insgesamt 860.000 Euro durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie durch den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz.

Mit dem geplanten Vorhaben „BioGraf - Biotopverbund im Grafschafter Vechte- und Dinkeltal“ trägt die Naturschutzstiftung zur praktischen Umsetzung des bundesweit angelegten Verbundprojekts „Landschaft + Menschen verbinden – Kommunen für den bundesweiten Biotopverbund“ in der Modellregion Grafschaft Bentheim bei. Ziel des Projekts ist es, den Biotopverbund entlang der Flüsse Vechte und Dinkel im Landkreis Grafschaft Bentheim zu verbessern und die Maßnahmen durch Öffentlichkeitsarbeit zu begleiten. Wie Dr. Michael Kiehl, Kuratoriumsvorsitzender der Naturschutzstiftung sowie Hartmut Schrap und Paul Uphaus, beide Geschäftsführer der Naturschutzstiftung hierzu mitteilen, soll ein „Runder Tisch zum Biotopverbund im Grafschafter Vechte- und Dinkeltal“, kurz „BioGraf“ mit regionalen haupt- und ehrenamtlichen Akteuren als Gesprächs- und Handlungsplattform etabliert werden. Die Naturschutzstiftung versteht sich dabei als „Kümmerer“ für den Biotopverbund im Projektgebiet.

Im Rahmen des Runden Tisches sollen Flächen im Überschwemmungsgebiet identifiziert werden, die sich besonders gut für die naturschutzfachliche Aufwertung im Hinblick auf auentypische Lebensräume eignen und die durch punktuelle und lineare Maßnahmen mit anderen Stiftungsflächen, Kompensationsflächen, Schutzgebieten und gesetzlich geschützten Biotopen vernetzt werden können. Im Vordergrund stehen dabei die Potenziale kommunaler Flächen, auf denen praktische Maßnahmen beispielhaft und öffentlichkeitswirksam umgesetzt werden.

Ansprechpartnerin und Projektleiterin seitens der Naturschutzstiftung ist Frau Manuela Monzka, die bereits im Hotspot-Projekt „Wege zur Vielfalt – Lebensadern auf Sand“ Erfahrungen mit BfN-Förderprojekten

Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung, 02.09.2020

Vorstandssitzung Natur Netz Niedersachsen

Vorstandssitzung am 26.08.2020 auf dem Hof Hasemann, Bramsche
In Corona-Zeiten fand am 26.08.2020 unter strenger Einhaltung der Hygienevorschriften eine Vorstandssitzung von Vorstand und Steuerungsgruppe auf dem Hof Hasemann in Bramsche bei Osnabrück statt. Nach „abgearbeiteter“ Tagesordnung fand im Anschluss eine Begehung des ökologisch einzigartigen Areals der Familie Hasemann statt. Hermann Hasemann führte auf einem Rundweg von ca. 7 km die Sitzungsteilnehmer über einen Teil der ökologisch aufgewerteten ehemaligen landwirtschaftlichen Nutzflächen und der teilweise im Naturschutzgebiet liegenden Forstflächen. Verschiedene Gründe hatten vor ca. 25 Jahren die Familie Hasemann dazu bewogen, die intensive Land- und Forstwirtschaft aufzugeben und stattdessen als gemeinnützige Stiftung einen ökologischen Flächenpool für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen zu betreiben. Vor allem die Liebe zur Natur und die gleichzeitige Sicherung des Hofes als Familiensitz standen seiner Zeit im Vordergrund der Überlegungen. Gegenüber den Sitzungsteilnehmern aus Vorstand und Steuerungsgruppe sowie dem ebenfalls anwesenden Bramscher Bürgermeister sowie Vertretern des Stiftungsvorstandes erklärte die Familie Hasemann bei einem gemeinsamen Abendessen, dass sich der Einsatz für das Stiftungsmodell auf jeden Fall gelohnt habe. Vorstand und Steuerungsgruppe bedanken sich ganz herzlich für die Gastfreundschaft der Familie Hasemann!

Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung, 10.02.2020

Studentin berichtet über ihre Erfahrung auf der Expedition der Polarstern

Am 06.02.2020 fand auf Einladung der Stiftung Zukunft Wald und des Missionsgymnasiums Bardel im Rahmen ihrer Partnerschaft im Natur-Netz Niedersachsen e.V. ein bemerkenswerter Vortrag zum Thema „Klimawandel“ in der Aula des Missionsgymnasiums statt. Zu Gast war Anika Happe aus Braunschweig, die im Herbst 2019 einige Zeit auf einem russischen Eisbrecher im Zusammenhang mit der Expedition des Forschungseisbrechers „Polarstern“ als Forschungsstudentin verbrachte. Anika berichtete vor ca. 150 Schülerinnen und Schülern des Missionsgymnasiums und der Realschule Bad Bentheim über die MOSAiC-Expedition unter Führung des Deutschen Polarforschers Prof. Markus Rex vom Alfred-Wegener-Institut Potsdam. Auf der MOSAiC-Expedition erforschen Wissenschaftler aus 17 Nationen die zentrale Arktis im Jahresverlauf. Sie überwintern in einer Region, die in der Polarnacht nahezu unerreichbar ist. Hintergrund der Expedition ist die Erkundung der Prozesse im Klimageschehen in der Zentralarktis, laut Prof. Rex quasi dem Epizentrum der globalen Erwärmung. Die Arktis ist eng gekoppelt an das Wettergeschehen in unseren Breiten. Klimaveränderungen in der Arktis beeinflussen auch das Wetter und Klima bei uns. Um unser Klima korrekt vorhersagen zu können, werden zuverlässige Prognosen für die Arktis benötigt. Deshalb werden viele Messdaten, die nur vor Ort erhoben werden können, gebraucht. Etwa ein Jahr wird die „Polarstern“ mit den Wissenschaftlern durch das während des Winters immer dicker werdende Eis der zentralen Arktis driften, um Messdaten zu sammeln. Die Schülerinnen und Schüler verfolgten gebannt den Vortrag und stellten im Anschluss zahlreiche Fragen an Anika. Schulleiter Christoph Grunewald und Schulleiterin Simone Wipking von der Realschule bedankten sich ausdrücklich bei Anika Happe, Franz Hüsing, Ehrenamtlicher Vertreter des Schulwaldprojektes der Stiftung Zukunft Wald, sowie Hartmut Schrap, dem Vorsitzenden des Natur-Netz Niedersachsen e.V., für die kurzfristige Ermöglichung des spannenden Vortrages.

Foto: Missionsgymnasium Bardel